Grippeviren
Saisonale Grippe
Influenza A/H1N1
Vogelgrippe
Influenzapandemie
Grippeviren
Wie viele Typen von Grippeviren gibt es?
Es gibt drei Typen von Grippeviren (Influenzaviren): A, B und C. Alle drei Typen können den Menschen befallen. Eine Ausnahme bildet Typ A, sofern er als einziger sowohl den Menschen als auch bestimmte Tiere (Vögel, Schweine, Pferde usw.) infizieren kann. Die Grippeviren vom Typ A umfassen 16 H-Subtypen und 9 N-Subtypen.
In der Winterzeit infizieren Viren vom Typ A regelmäßig eine große Anzahl von Menschen und führen weltweit in vielen Fällen zum Tod. Viren vom Typ B rufen Atemwegserkrankungen einer gewissen Schwere hervor. Viren vom Typ C gelten als nicht besorgniserregend und führen u.a. zu sehr harmlosen Atmungskrankheiten.
Was bedeuten die Buchstaben H und N in den Virenbezeichnungen?
Es handelt sich um die Oberflächenantigene des Grippevirus vom Typ A, durch die die Subtypen bestimmt werden: am wichtigsten sind aus epidemiologischer Sicht die H-Subtypen (Hämagglutinin). Diese regeln nämlich die Fähigkeit des Virus, an Zellen anzudocken, in sie einzudringen und sich dort zu vermehren. Die N-Subtypen (Neuraminidase) regeln die Freisetzung der in den Zellen neu gebildeten Viren.

Saisonale Grippe
Was versteht man unter saisonaler Grippe?
Die saisonale Grippe, an der vor allem in der Winterzeit viele Menschen erkranken, darf nicht mit einem Schnupfen oder einer Erkältung verwechselt werden. Es handelt sich um eine durch verschiedene Grippeviren (Influenzaviren) ausgelöste akute Atemwegsinfektion. Die häufigsten Symptome einer Grippe ohne Komplikationen sind das plötzliche Auftreten von Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und trockenem Husten. Der Husten kann länger anhalten, während die anderen Symptome im Allgemeinen nach zwei bis sieben Tagen verschwinden. Gefährlich ist die saisonale Grippe vor allem wegen möglicher Komplikationen. Hierzu gehören insbesondere Lungenentzündungen. Betroffen sind am häufigsten ältere Menschen sowie Personen, die an anderen chronischen Krankheiten leiden, die sie für Lungenentzündungen besonders anfällig machen. Gegen die saisonale Grippe kann man sich jedes Jahr ab Oktober durch eine entsprechende Impfung schützen. Da sich das Grippevirus durch Mutationen ständig verändert, muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff gegen die saisonale Grippe entwickelt werden.

Influenza A/H1N1
Was ist Influenza A/H1N1?
Das Influenzavirus A/H1N1 ist ein neues menschliches Virus, das aus einer Kombination von Genen unterschiedlichen Ursprungs – Schweine-, Vogel- und Menschengene – entstanden ist. Dieses Virus wurde erstmals in Mexiko, im März 2009, entdeckt und ist von Mensch zu Mensch übertragbar.
(Mehr Infos zur Influenza A/H1N1 unter der Rubrik Fragen und Antworten)

Vogelgrippe
Was versteht man unter Vogelgrippe?
Die Vogelgrippe ist eine weltweit verbreitete Tierkrankheit. Sie wurde erstmals 1878 in Italien beobachtet und befällt, wenn auch nicht in demselben Ausmaß, sämtliche Vogelarten, und zwar sowohl Wild- als auch Hausvögel.
Daneben kann die Vogelgrippe aber auch andere Tierarten wie Schweine oder Katzen befallen.
Ausgelöst wird sie durch das Grippevirus (Influenzavirus) vom Typ A, der 16 H-Subtypen et 9 N-Subtypen umfasst. Die so genannte gering pathogene Form des Vogelgrippevirus ruft nur harmlose Symptome hervor und bleibt unter Umständen unbemerkt. Die hoch pathogene Form des Virus betrifft die Subtypen H5 und H7 und vor allem den Subtyp H5N1, der sich sehr schnell ausbreitet und zurzeit bei Vögeln und Geflügel zu einer hohen Sterblichkeit führt.
In Ausnahmefällen kann sich der Subtyp H5N1 des Vogelgrippevirus auch vom Tier auf den Menschen übertragen. Das Virus wird dabei über die Luft übertragen, und zwar vor allem wenn es in geschlossenen Räumen zu engen, lang anhaltenden und wiederholten Kontakten mit Atemwegssekreten oder Exkrementen von infizierten Tieren kommt, oder wenn eine Person verseuchten Oberflächen oder Materialien ausgesetzt ist.

Influenzapandemie
Was ist eine Pandemie?
Unter einer Pandemie versteht man die außergewöhnlich starke weltweite Ausbreitung einer menschlichen Krankheit, wobei innerhalb eines kurzen Zeitraums alle Teile der Erde und mehr als 25% der gesamten Bevölkerung betroffen sind. Eine Pandemie entsteht beim Auftreten eines neuen Virus, gegen das das menschliche Immunsystem über keine Abwehr verfügt.
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